5 Minuten für mehr Gewohnheiten.

Routine und Alltag sind ständige Begleiter in unserem Leben. Gewohnheiten bestimmen unser Leben, im Verborgenen lotsen sie uns durch den Tag: Was wir morgens als Erstes tun, welche Musik wir wählen, wie oft wir unsere E-Mails abrufen, wann wir Sport treiben oder was wir abends gerne essen – all das bestimmen Gewohnheiten. Unser Bild vom selbstständigen Individuum lässt uns gern glauben, dass jegliches Handeln von unserem Willen bestimmt wird. Dass es darauf ankommt, was wir denken. Tatsächlich spielt das Abwägen aber oft keine große Rolle. „Zwischen 30 und 50 Prozent unseres täglichen Handelns werden durch Gewohnheiten bestimmt, Informationen ändern daran so gut wie nichts“, sagt Bas Verplanken. Der Professor für Sozialpsychologie an der University of Bath in England erforscht seit über 20 Jahren die menschlichen Gewohnheiten. Wenn sie mit unseren Zielen übereinstimmen, sind sie uns nützlich, manchmal sogar überlebenswichtig.

Besonders in stressigen Zeiten können wir die Gewohnheit für uns arbeiten lassen. Alles, über das wir nicht nachdenken müssen und das quasi von selbst läuft, ist eine Erleichterung im dicht gedrängten Alltag. Routinen lassen sich gut nutzen, um uns einen energiereichen Start in den Tag zu ermöglichen – uns eine regelmäßige Pause zu einer bestimmten Zeit einzuräumen – oder um uns am Ende des Tages eine Zeit des Entspannens zu garantieren. Nicht umsonst trägt das Wort Ge-wohn-heit ein gemütliches „wohnen“ in sich. Wir können uns mit der Gewohnheit kleine Inseln der Entschleunigung bauen, in die wir uns einkuscheln können und die der Hektik des Alltags wirkungsvoll entgegen wirken.

Dabei ist gut, was für den einzelnen passt. Ich zum Beispiel sitze morgens immer erst mal mit meiner ersten Tasse Kaffee auf dem Sofa und starte gaaaanz langsam in den Tag. Zu dieser Zeit gibt es noch keine E-Mails, noch kein Facebook, noch kein Telefon und noch keine Termine. In der Regel gesellt sich mein Kater zu mir und wir träumen noch ein wenig vor uns hin, warten bis die letzten Traumzipfel vertrieben sind und wir beide auf Betriebstemperatur kommen. Erst wenn diese Tasse leer ist, fange ich an mir Gedanken über den kommenden Tag zu machen und mich auf die vor mir liegenden Aufgaben vorzubereiten.

Der Möglichkeiten gibt es natürlich viele. Überlege mal, welche kurzen Pausen Dir wirklich gut tun. Vielleicht ist es eine aufgebrühte Tasse Tee am Nachmittag, ein Weg zum Briefkasten mit einer kurzen Pause zum Durchatmen, ein kurzer Spaziergang auf dem Weg zur Arbeit. Welches Ritual auch immer Dir eine Verschnaufpause verschafft, etabliere dieses in Deinen Alltag und genieße es ganz bewusst täglich als beruhigende Pause. Denn komme was wolle – in diesen 5 Minuten gehört die Zeit Dir.

Wir wünschen Dir viele schöne neue Gewohneiten und gemütlich Pausen im Alltag

Die mehrSouveränitäts-Mädels